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Am Samstag war der Bad Ems Stadtlauf und meine Tochter hat zum ersten Mal an einem Bambinilauf teilgenommen. Ich selbst wollte auch eine Runde laufen gehen und da bot sich der 5km-Lauf aus zeitlichen Gründen an. Der 10er wäre auch nett gewesen, aber der passte nicht in den Samstagabend-Zeitplan. Also beschlossen den 5er zu machen. Da ich Kinderwochendene hatte, musste ich diese erst versorgen. Das dauerte etwas länger als gedacht und so konnte ich um 15:45 Uhr los um mich nachzumelden und den Lauf, der um 16 Uhr startete zu laufen.

Da ich nicht wirklich weit weg vom Start wohne, war das dann mal kein Problem und 5€ (inkl. 1€ Nachmeldegebühr) kann man schon mal für einen Lauf riskieren. Ich hatte sogar Zeit mich ein paar Meter einzulaufen. Am Start dann traf ich einen Laufkumpel, den ich auf dieser Strecke nicht vermutet hatte. Er wollte aber ein paar Damen bei Ihrem ersten Wettkampf begleitet und hatte keine Ambitionen irgendwas wildes zu laufen. Kurzentschlossen lud ich mich selbst ein ihn zu begleiten, was mir im Nachhinein als eine sehr gute Idee erschien. An meine letzte Tempoeinheit kann ich mich nicht erinnern, ergo war ich komplett aus der Übung was Schnelles zu machen. Wir sind dann quatschend die ersten 2 Runden vor uns hin gelaufen und haben dabei den Damen erzählt sie sollen Energie sparen für das Schlußbild, frei nach dem Motto, immer mit einem Lächeln ins Ziel.

Er erzählte, dass er einen Platz für den UTMB bekommen hat und diesem Lauf mit Respekt entgegen sieht. Da ich um seine Qualitäten weiss, denke ich mir wird er auch diesen Lauf zu Ende bringen (was Leute nicht alles können, wenn sie sich nur vorbereiten [kleiner Tritt gegen mich selbst, wegen mangelnder Vorbereitung und Verzicht auf TTdR).

Nach der zweiten Runde wurde es mir dann doch etwas zu langsam und ich verabschiedete mich nach vorn und gab für den Rest der Strecke noch mal Gas. Was man bei mir als Gas geben bezeichnen kann. Es wurde schlechter als ich erwartet hatte, bin ich doch Tempo nicht mehr gewohnt. Mein Magen grummelte vor sich hin und ließ mich weniger schnell laufen als gedacht, aber auch das schult den Läufer. Da ich die ersten zwei Runden recht langsam unterwegs war, konnte ich in der letzten noch reichlich Plätze gut machen, was der Psyche auch mal gut tat. Ich konnte mich allerdings nicht überwinden mich zu entblöden und kurz vor dem Ziel noch ein Überholsprint anzusetzen nur um vor einer Mitläuferin ins Ziel zu kommen.

Da ich noch nie 5km offiziell gelaufen bin, habe ich jetzt auch dort eine persönliche Bestzeit, okay im Training und auch schon bei anderen Läufen bin ich die 5km schneller gelaufen. Es war eine nette Veranstaltung, sowohl die Zuschauer als auch die Teilnehmer haben sich vom wechselhaften Wetter (wir sind genau in einer Regenpause unterwegs gewesen), nicht die Laune verderben lassen. Nächstes Jahr gerne wieder, immer wieder toll was so ein kleiner Verein auf die Beine stellen kann.

Was mich der Lauf gelehrt hat? Wenn ich wirklich mal wieder weiter kommen möchte mit der Lauferei muss ich anfangen nach einem Plan zu trainieren, nicht zwingend einen Plan um eine Zeit bei was auch immer zu erreichen, aber einen Plan mit langsamen, schnellen und weiten Läufen. Demnächst will ich irgendwann mal 5km richtig in den Asphalt brennen.

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