ich laufe ja recht häufig an der Lahn lang und gestern Abend dann in den Sonnenuntergang hinein, mit glitzerndem Wasser – ja so kann man sich das gefallen lassen. Manchmal erwische ich mir dabei eine recht lange Strecke nur aufs Wasser zu schauen und nur aus dem Augenwinkel den Weg zu betrachten. Hauptsächlich um nicht eine der vielen Enten zu treffen. Dann schweifen die Gedanken ab und ich bin voll im Lauf, Rhythmus stimmt, die Füsse machen das was sie sollen, die Arme schwingen entspannt vor und zurück, der Oberkörper ist ganz ruhig in fast gerader Haltung.

Ja so mag ich das gern und wenn ich dann wieder erwache aus der Trance erschrecke ich zuweilen, wie weit ich gelaufen bin. Diesen Zustand möchte ich weiter kultivieren um an Pfingsten einen großen Teil in dieser Meditation zu verbringen. Zum Glück laufe ich dort auch wieder an einem Fluß entlang, ist hier also eine gute Übung.

Als ich angekommen war, lief auch das Wasser, aber mir aus der Haut. Dies zum Anlass, trank ich Ausgiebig und bin froh in einem Land zu leben wo dies ständig verfügbar ist.

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