Den ganzen Lauf leichter Nieselregen und im Ziel dann einen ordentlichen Schauer – nass geht auch mal nach einem Lauf.

Aber von Anfang an, da fährt man mit dem Wagen, trifft eine Laufbekanntschaft und die fragt „Kaffee?“ Natürlich und man kommt schnell zum Thema laufen und dass der Mittelrheinmarathon am Wochenende dann doch etwas teuer ist für Nachmelder. „Ach, ich kenne da jemand der hat mich gefragt ob ich nicht laufen will, ich ruf den mal an.“

Stunde später hatte ich eine SMS mit einer Telefonnummer. SMS geschickt, Treffen auf der Marathonmesse verabredet. Am Freitag bin ich dann hin und habe Mirko Dreiser getroffen. Der konnte mir dann einen Startplatz beschaffen. Während des Gesprächs stellt sich dann raus, dass auch er am Mittwoch beim WiBolt starten wird und den Mittelrhein HM nur als lockeres Trainingsläufchen nimmt. Er startet für einen der Sponsoren dem Sporthaus Intersport Krumholz, dem ich auf diesem Wege für den Startplatz danke.

Am Samstag dann endlich mal wieder gelaufen und gemerkt geht noch. Einfach ohne Anspruch 11km auf den Zähler gepackt. Am Sonntag dann erst spät aufgestanden – ganz wunderbares Wetter, Regen satt – Sachen packen, das Auto in Koblenz an den Bahnhof stellen und mit dem Zug nach Boppard.

Da es am Start nur leicht tröpfelte, dachte ich mir in 3/4 Hose und Shirt sollte es locker gehen mit dem Laufen. Also die Regenjacke mit abgegeben und an den Start gestellt. Auch nach dem Startschuss dauerte es eine Weile bis man über die Linie kam, zumindest von da wo ich stand. Ich wollte anfangs einfach nur einen Lauf machen und zwischendurch was trinken. Nach 3km traf ich Mirko, der sich einen Schirm mitgenommen hatte, keine schlechte Idee bei dem Wetter. Wir liefen ein paar km zusammen aber ich merkte irgendwie war das heute nicht mein Tempo, also verabschiedete ich mich nach vorn. Wie sich nachher herausstellt bin ich die km von 5-12 stets schneller geworden. Da ich zur Halbzeit unter einer Stunde war, dachte ich an eine <2Std. Zeit. Also Tempo raus nehmen und in 5:28 min/km weiter gelaufen.

Ich muss gestehen das ich recht froh war als wir nach Koblenz rein kamen, da die Strecke bei Nieselregen jetzt nicht unbedingt zu den läuferischen Highlights gehört. Ganz ehrlich, den Marathon würde ich nur in netter Plaudergesellschaft machen und selbst da würde ich mir es o mal überlegen. Die Strecke ist dann doch eher langweilig wie ich finde, aber sehr schön eben, wenn man also Gas geben will. Für die Inliner dürfte das eine schöne Vollgas-Strecke sein. Aber hin und zurück über die Rheinuferstraße, da gibt es sicher Alternativen. Aber erstens war der Lauf nur wirklich direkt vor der Haustür und dank Sponsering auch günstiger. An der Organisation gibt es so gut wie nichts auszusetzen (die hätten sich auch besseres Wetter gewünscht). Mein Dank geht da an die vielen Helfer die sich in diesem Wetter hingestellt haben und die ganze Zeit Wasser/Cola/Iso/Bananen/Riegel gereicht haben.

Im Ziel war ich dann tatsächlich mit einer Bruttozeit von unter zwei Stunden, also so wie ich das vor hatte. Ich war keine zwei Minuten im Ziel da prasselte es noch mal so richtig runter und endlich war auch der letzte Rest von mir Nass.

Mir hat es dennoch Spaß gemacht, ich kann endlich wieder laufen und einen Halbmarathon vor der Haustür, nimmt man doch gerne mit.

p.s.: Ich habe dann im Nachhinein erfahren wer alles beim Marathon gestartet ist und da hätte ich noch viele Treffen können. Aber deren Tempo nicht mitgehen, bin also froh nur den Halben gemacht zu haben.

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