„Also ich geh mit K1 zum Friseur und Du fährst mit der Klennen zum Reiten, wir kaufen ein und fahren mit den Zug zurück.“ Perfekter Plan für die Familie an einem Samstag. Ach auch dem Weg können wir dann noch schnell was bei Sabine vorbei bringen(das ist ein Detail, welches man sich für später im Bericht merken kann).

Uns ankündigend, dass wir auf dem Weg seien erfahren, dass der Stadtlauf in Bad Ems ist und man deswegen schauen muss wo man parken/durchfahren kann(der zweite Teil ist für den Bericht total unerheblich, gibt aber das ,Gesprochene wieder).

Meine Gattin hält so, dass wir nur über die Brücke müssen um beim Friseur zu landen, naja fast, wir müssen noch durch den Start-/Zielbereich des Stadtlaufes. Da frage ich dann wie weit der Bambinilauf ist und wann der 10er los geht(der Bambinilauf, zu dem ich ja eine besondere Beziehung habe 🙂 geht über 250 Meter und startet 13:15 Uhr, ist kostenlos und mein Sohn hat ja seine Turnschuhe eh an).

Ab zum Friseur und erst mal warten… (bitte jetzt 60 Minuten Pausenmusik vorstellen, bei unseren Friseur kommt man dran wenn man dran ist und es gibt ausreichend Leutchen die sich rasieren lassen wollen)

Als K1 auf dem Stuhl sitzt, sag ich ihm ich ginge ihn schnell anmelden (ja bei dem Friseur kann man ihn für ein paar Minuten alleine lassen, wenn es einen Ort auf der Welt gibt wo er sicher ist, dann da).

Flux angemeldet und da der 10er erst um 16 Uhr startet (die Info bin ich von vor zwei Absätzen noch schuldig, hat aber wieder keiner bemerkt) und nur 5 EUR+1EUR Nachmeldung kostet, mich gleich mal angemeldet.

Das dauert jetzt schon recht lange mit dem Haareschneiden, Blick auf die Uhr und einkaufen wollen wir ja auch noch (wenn es jemanden interessiert, am Sonntag wollten wir grillen und da brauchte es noch ein paar Zutaten man kennt das). Kind ist fertig und ab geht es zum Einkaufen, wir in Rekordzeit durch den Laden und den Rücksack den ich vorsorglich mit hatte gefüllt.

Es ist 13 Uhr und wir müssen noch ca. 700 Meter zum Start laufen, das wird knapp (ich bringe jetzt etwas Dramatik rein obwohl das nicht nötig ist). Am Start stehen 160! Bambinis zuzüglich gefühlten 750 Müttern/Papas/Omas/Opas und Erzieherinnen da es fast nur Gruppen aus Kindergärten gibt die mitlaufen.

Jacke aus und ins Starterfeld, „geh ganz nach vorne“, kann ich meinem Erstgeborenen gerade noch zurufen, da ist er in der Menge verschwunden ( die Startnummer haben wir natürlich schon beim Friseur angesteckt, damit er damit angebenerweise rumlaufen konnte).

Geplant war, das ich zur Hälfte der Strecke geh und ihn anfeuere um dann zum Ziel zu traben und ihn dort in Anfang zu nehmen. Als ich mich auf den Weg mache wird der Lauf aber schon gestartet (zu früh! zumindest laut meiner Uhr, das sollte die sich mal bei den Erwachsenen erlauben).

Also hinterher bzw. mitlaufen, was mit einem gefüllten Rucksack auch eine Herausforderung sein kann. Ich sehe ihn noch an mir vorbei zischen, während andere sich über den Haufen rennen, die Erzieherinnen ständig bemüht sind alle am Laufen zu halten und es überhaupt sehr bunt auf der Strecke zugeht (so ein wenig hatte das ja schon von einem Run auf Sonderangebote).

Ich rette mich ins Ziel und finde dann meinen Sieger ganz schnell. Der sichtlich zufrieden ist mit seiner Leistung und noch begeisterter als ich ihm erzähle, dass er viel schneller war als ich. Er hatte mächtig Spaß wie alle Kinder, alle wurden frenetisch gefeiert und angefeuert, die Strecke gesäumt von eben jenen Eltern/Großeltern die natürlich anfeuerten (das ist sicher ein Weg die jungen Menschen wieder zum Laufen motivieren).

Bei der Siegerehrung (natürlich gab es für alle Bambiniläufer eine Urkunde und ein Geschenk, wie könnte man das nicht machen, siehe was ich in Klammern im vorherigen Absatz schrieb.) mussten wir recht lange warten weil natürlich erst die Kindergärten aufgerufen wurden und zum Schluss die Einzelstarter.

Mein Sohn immer noch hochzufrieden gönnte sich dann am Bahnsteig eine Caprisonne (wir hatten ja Zeit genug weil der Regionalzug nicht ganz so häufig fährt am Wochenende, die Zeit konnten wir auch nutzen, damit ich ihm noch ca. 37 Mal erzählen konnte wie er zu schnell für mich war).

Zu Hause so gegen 14:30 Uhr blitzschnell umgezogen und die Startnummer angeheftet weil ich mir überlegt hatte das Stück nach Ems zu laufen, den 10er zu laufen und dann locker heim zu traben (ja das Grillgut habe ich dann in den Kühlschrank gelegt, vor dem Umziehen).

Da aber K2 auch noch aufs Pferd wollte und ja ausreichend Zeit war, reichte es zeitlich nicht mehr zum Hin laufen nach Ems und so schwang ich mich aufs Rad (kaum losgefahren, tröpfelte es ganz leicht – na super dachte ich, hörte aber auch sofort wieder auf).

Das Rad 100 Meter vom Start weg geparkt, das Longsleeve welches ich zum Radfahren über hatte abgegeben und an den Start, waren ja noch 3 Minuten (es hatten sich zwei Kenianer angemeldet, einfach nur zum Spaß um mitzulaufen, was die so Spaß nennen).

Ab geht es und wie immer zu schnell, weil ich ja nur locker laufen wollte und dachte nimm raus, nimm raus. was ich auch schaffte ( in der zweiten von 6 Runden überholten die Kenianer und ich dachte ich laufe rückwärts…[Endzeit 29:xx für den Ersten]).

Ich lief einfach so für mich hin immer unter 5min/km genau wie ich wollte (irgendwie liebäugelte ich mit einer neuen PB, aber andererseits hatte ich letzte Woche einen Mara gelaufen und in der Woche spritzige 100 Meter Sprints und mich einfach 0 auf einen 10 vorbereitet, also ab Mitte des Rennens auch vollkommen egal).

Wetter war ausgezeichnet und so lief ich locker für mich hin, an den freundlichen Damen des Getränkestandes immer vorbei (Hallo, was soll ich mit Getränken bei einem 10er?), kurz vor dem Ziel sprintete dann noch einer an mir vorbei und ich war mit 46:56 wie ich jetzt nachgesehen habe im Ziel (btw, die Kenianer haben mich dann in Runde 4 noch mal überholt, unfassbar wie schnell das ist, so ein 3er-Schnitt).

Jetzt konnte ich was trinken und schnell noch jemanden aus Meddys-Laufladen fragen ob er einen Arzt kennt der mir das Attest für die TTdR unterschreiben kann (kein Problem, natürlich gab es unter den Läufern einen Arzt und auch aus Bad Ems – so geht das unter Läufern).

Auf dem weg zurück radelnd traf ich dann noch einen Nachbarn, der sich Sören Kah bei der Rheinlandmeisterschaft ansehen wollte (die hat er übrigens mit 30:xx gewonnen, man schaue noch mal schnell auf die Zeiten der Kenianer, es ist so bitte, wobei ich Sören gratuliere, er ist eine unserer Hoffnungen denke ich).

Abends dann und hier schließt sich der Kreis, warf dann eben jene Sabine (erinnert sich noch jemand an den Namen? Jetzt bekommt der Titel auch einen Sinn) ein paar Bilder des Bamibilaufes ins Netz mit einem Hinweis für meine Frau. Schön locker läuft er mein Sohn und mit viel Spaß. Bald macht er einen 1000 Meter Lauf – freu mich drauf.

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