Wenn man morgens aufsteht, die Sonne scheint und denkt „Mistwetter“ dann kennt man wahrscheinlich zu viele Leute die sich f??r einen Laufwettkampf angemeldet haben. Mir ging es zumindest gestern genau so, als ich aufstand sah ich aus dem Fenster und sah den blauen Himmel und dass es 17??Grad hatte. Via Twitter wusste ich von recht vielen die in Neuwied (Halbmarathon) und M??nster(Marathon) laufen wollten. Bestzeiten waren angepeilt, aber bei dem Wetter w??rde das nichts werden.

Ich selbst machte mich mit Familie auf zur Feier 20 Jahre Reitverein Hinterwald bei der meine Kinder ihre Voltigierk??nste vorf??hren durften. Sch??nes Fest war es und toll zu sehen wie die Kinder auf dem Pferd turnten. Meine Laufsachen hatte ich vorausschauender Mensch ins Auto gepackt. H??tte also Heim laufen k??nnen, wenn nicht zwischendurch die Welt untergegangen w??re. Der Blitz schlug unweit der Reithalle ein und zerfetzte einen Weidezaun. Das Auto stand anfangs auf einer Wiese, sp??ter in einer Aue (man h??tte sicher Reis anbauen k??nnen in der Pf??tze). Da die Kinder sich noch mehrmals in den Hallenboden vergruben, war es angesagt sie zu Hause erst einmal in die Wanne zu setzen. So rechte Lust bei str??mendem Regen los zu laufen hatte ich auch nicht, daher fuhr ich mit Heim. Die Kinder bzw. das Badewasser hinterlie?? einen braunen Rand in der Wanne…

Nachdem ich Sahne geschlagen und die Milch f??r Kakao aufgesetzt hatte, zog ich meine Laufsachen an, ich wollte ja noch einen langen Lauf machen. Der Hund freute sich sehr ??ber die Ank??ndigung und da es gerade einmal trocken war zockelten wir los. Nach 3 km im Wald fing es dann doch noch mal ordentlich an zu regnen. Dem Hund war es gr????tenteils egal und mir nach 15 Minuten auch. Wenn man den Pf??tzen nicht mehr ausweicht, wei?? man dass man nicht mehr nasser werden kann. Nach 1:22 lieferte ich den Hund zu Hause ab und machte mich dann auf eine lockere zweite Runde ??ber 10km. Meine Gattin wunderte sich zwar etwas und meinte ich sei doch klitschnass, aber es war ja noch warm genug. Der zweite Teil war mindestens genau so sch??n wie der erste, auch wenn ich wegen der beschlagenen Brille kaum etwas gesehen habe. Aber ich bin einfach vor mich hingerannt, die Strecke kann ich. Nach 2:23 waren die 23,5km erledigt und ich freute mich auf die Dusche.

Erst heute Morgen kam ich dazu nachzusehen welch gro??artigen Leistungen in Neuwied und M??nster erreicht wurden. Dort hat man sich auch vom Wetter nicht abbringen lassen und wunderbare Zeiten erzielt. Allen Finishern und auch den DNFlern eine Gratulation zu den Leistungen.

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